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Aufnahme von Flüchtlingen 1992
Wie so viele andere Pfarren in Wien haben auch wir im Sommer 1992
unsere Türen für Flüchtlinge aus Bosniern geöffnet.
Damals war der Pfarrsaal die einzige Möglichkeit den Vertriebenen
eine Unterkunft zu geben. Daher haben wir versucht mit Kästen und Vorhängen,
den Saal in kleine Wohneinheiten zu unterteilen, damit sich unsere Gäste
wenigstens halbwegs wohl fühlen können. Bald haben sie ihre
"Haushalte" selbst geführt, an unseren Festen teilgenommen und
ihrerseits auch uns eingeladen. Ein halbes Jahr mussten sie so durchhalten.
Ab 1993 ist es unserem Pfarrer gelungen, nach und nach Wohnungen aufzutreiben.
Im März gab es bei einer der Familien Nachwuchs und Adina kam als kleine
"Wienerin" zur Welt. Schon bald stellte sich heraus, dass sie ein
aufgewecktes Kind ist und eine sehr gute Schülerin.
Heute
Inzwischen sind über zehn Jahre vergangen. Wir haben den Bosnischen Familien
geholfen, Schulen zu besuchen, Arbeitsbewilligungen zu bekommen und Jobs
zu finden. Aber schließlich haben sie es mit ihrem eigenen Willen und
Einsatz geschafft: Schulen mit Erfolg abgeschlossen, Berufe erlernt und
Arbeit gefunden.
Es hat auch Hochzeiten gegeben und sich Nachwuchs eingestellt. Aus
Überzeugung können wir sagen, dass unsere Freunde voll integriert sind.
Vor dem Sommer haben die zwei jungen Familien die österreichische
Staatsbürgerschaft bekommen. Wir freuen uns von Herzen mit ihnen und
wünschen ihnen in unserer bzw. ihrer neuen Heimat alles Gute!
10 Jahre in Österreich
Am 30.Juni 2002 trafen sich alle Bosnier zum 10-Jahres Jubiläum ihrer
Aufnahme in Österreich in der Pfarre Sandleiten. Es gab ein gemeinsames
Mittagessen im Pfarrgarten und es wurden Erinnerungen ausgetauscht.
Emina führte nochmals durch die turbulenten Ereignisse 1992:
Was wir noch suchen
Sie luden auch alle Leute aus der Pfarre ein, die ihnen damals
geholfen hatten. Für ein betagtes Ehepaar zahlen wir nach wie vor Miete und Strom.
Das zweite Großelternpaar sucht dringend eine kleine ruhige Wohnung. In der
jetzigen Wohnung ist es in der Nacht unzumutbar laut, weil darunter ein
Lokal liegt. Wer uns helfen kann melde sich bitte bei Annelies Vock in
der Pfarre.
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Bosnische Familien finden Zuflucht im Pfarrsaal, Bosnienhilfe 1992.

Adina wird als "Wienerin" 1993 geboren, Bosnienhilfe 1992.

1995 gibt es eine Hochzeit, Bosnienhilfe 1992.

10-Jahres Treffen im Pfarrgarten, Bosniertreffen Juni 2002.

Emina erinnert nochmals an die Ereignisse vor 10 Jahren, Bosniertreffen
Juni 2002.
Kontakt:
Annelies Vock
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Hilfe für Flüchtlinge
Es gibt Menschen in Österreich, die einen Asylantrag gestellt haben
und ohne Schlafmöglichkeit auf der Straße stehen. Andere haben einen
negativen Asylbescheid erhalten, können aber weder zurück in ihre Heimat
noch auf Grund fehlender Papiere in ein anderes Land reisen.
Zumindest im Winter sollte in Österreich niemand im Freien übernachten
müssen.
Eine Aktion der Caritas
Acht Jahre lang half die Caritas dringend benötigte
zusätzliche Unterkunftsplätze in Pfarren zu finden, weil die Heime von
Caritas und Evangelischer Diakonie überfüllt waren. 2004 waren es
insgesamt 55 evangelische und katholische Pfarrgemeinden, die für jeweils zwei Wochen ein Notlager mit
Frühstück und Abendessen für je 10 Männer zur Verfügung stellten. Dieser „Radldienst“
stellte
Matratzen und
Schlafsäcke zur Verfügung, die in einem 14-tägigen Intervall
weitertransportiert wurden.
Mehr Information auf den Seiten der Caritas Wien.
Auch wir halfen mit
Im Jahr 2004 beteiligte sich auch unsere Pfarre an
dieser Aktion und hatte vom 26.2. – 11.3.2004 zehn männliche Asylwerber im
Jugendheim untergebracht. Die Familienrunden und
anderer Freiwillige aus der Pfarrgemeinde betreuten die Asylanten in
dieser Zeit.
Kontakt
Albert Mattes, als Verantwortlicher für die Caritas, organisierte das
Notquartier in unserer Pfarre.
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Wir danken allen, die tatkräftig und finanziell mitgeholfen haben.
Wir wünschen unseren 10 Asylanten viel Kraft und Gottes Segen auf
ihrem weiteren Weg!
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Dankschreiben
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Am Abschlussabend überreichten die 10 Asylanten dem Helferteam ein
Dankschreiben. Klicken Sie auf das Bild, um das
handgeschriebene Dankschreiben zu lesen (in Englisch). |
Kurzer Rückblick (von Albert Mattes)
Hintergrund der Aktion ist die völlige Überlastung der
Flüchtlingsbetreuungsstellen und der Notquartiere der evangelischen
Diakonie und der Caritas. Oft müssen Asylwerber weggeschickt werden,
weil in der Herberge kein Platz für sie ist.“ Aus diesem Grund
versuchen seit neun Jahren jeden Winter ca. 55 evangelische und
katholische Pfarrgemeinden Abhilfe zu schaffen.
Heuer beteiligte sich auch unsere Pfarre am „Mobilen
Notquartier“.
Zehn Männer zwischen 18 und 37 Jahren bekamen 14 Tage
bei uns eine Schlafgelegenheit und tägliche Verpflegung. Sie kamen
voller Hoffnung und leider oft mit falschen Erwartungen aus der Türkei,
Moldawien, Afghanistan, Gambia, Sudan, Guinea, Nigeria und Liberia.
Die Hauptverantwortung für diese Aktion trugen Mag.
Albert Mattes und OSR Dir. Walter Krail. Drei Familienrunden sorgten für
das tägliche Frühstück und ein warmes Abendessen. Die Asylwerber wurden
mit Kleidung und winterfesten Schuhen ausgestattet, erhielten
Straßenbahnfahrscheine und Eintrittskarten fürs Tröpferlbad. Unsere
Jugend gestaltete mit den Asylanten einen Abschiedsabend.
Vielen Dank allen Helferinnen und Helfern (kochen,
waschen, einkaufen), die durch ihren persönlichen Einsatz, ihre
Sachspenden und ihre finanzielle Hilfe es ermöglicht haben, dass wir
einigen Menschen helfen konnten, die dringend auf Hilfe angewiesen waren.
Besonderer Dank gebührt auch Dr. Peter Wirth und Dr. Michael Rambauske
für die medizinische Betreuung.
Dieser Rückblick von Albert Mattes erschien auch im
Pfarrblatt 1/2004.
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Zehn Asylanten wurden im Jugendheim untergebracht. Die Matratzen und
Schlafsäcke hat die Caritas bereitgestellt, Mobiles Notquartier
Februar/März 2004.

Gruppenfoto der Asylwerber aus der Türkei, Moldawien, Afghanistan,
Gambia, Sudan, Guinea, Nigeria und Liberia.
Trotz Sonne war es winterlich kalt und einige brauchten noch extra Schuhe und warme Kleidung, Mobiles Notquartier
Februar/März 2004.

Walter Krail (links hinten) hat sich ganz besonders um unsere Gäste
bemüht und sie mit seinen Kochkünsten verwöhnt, Mobiles Notquartier
Februar/März 2004.

Am letzten Tag , bevor die Asylanten in die nächste Pfarrunterkunft nach
Himberg weiterziehen mussten, gab es ein Abschlussfest mit der Jugend, Mobiles Notquartier
Februar/März 2004.

Die Jugendlichen und die Asylwerber sangen zusammen englische Lieder, Mobiles Notquartier
Februar/März 2004.

Bei den Tanzeinlagen animierten die Jugendlichen alle mitzumachen, Mobiles Notquartier
Februar/März 2004.

Wir hoffen für unsere zehn Besucher, dass ihre Hoffnungen in Erfüllung gehen, Mobiles Notquartier
Februar/März 2004.
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