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4 Fischer sitzen
auf der Stufe mit Angeln und Netzen in der Hand.
Fischer 1: Sie beißen gut heute, einer nach dem anderen geht
uns ins Netz. (hat neben sich einen Kübel, in den er hineinschaut)
Fischer 2:
Hmm, hmm...
Fischer 3:
Ja, sie beißen gut. Weil alles passt: Der stille Morgen, der leichte
Wind, der über das Wasser streicht, die Wellen, die uns Fischer
verbergen.
Fischer 2:
Hmm, hmm...
Fischer 4:
Nicht zu vergessen unsere Köder, auch sie sind genau die richtigen,
sind nicht zu groß, nicht zu klein, verführen jeden Fisch.
Fischer 2:
Hmm, hmm...
Fischer 1:
Sieh an, wer da kommt. Jesus. Was er wohl will?
Jesus: Petri
Heil. Wie steht es um euer Fangglück? Beißen sie auch fleißig?
Fischer 4:
Oh ja, alles bestens! Und du? Was treibt dich zu uns ans Ufer dieses
Sees?
Jesus: Auch
ich bin beim Fischen!
Fischer 3:
Ich sehe aber weder Angel noch Netz bei dir!
Fischer 4:
Und auch keine Köder.
Fischer 2:
Hmm, hmm...
Jesus: Ich
fische Menschen, ich selbst bin die Nahrung für sie.
Fischer 2:
Hmm, hmm...
Fischer 1:
Und was soll einen Menschen dazu bringen, bei dir anzubeißen?
Jesus: Ich
bin das Leben, ich bin die Wahrheit, ich bin der Weg, ich bin die
Liebe – reicht das, um bei mir anzubeißen?
Fischer 3:
Klingt sehr verlockend. Und was dann, wenn wir dir ins Netz gehen.
Willst du uns vielleicht in die Pfanne hauen, wie wir es mit unseren
Fischen tun?
Jesus: Aber
nein, ich will euch nicht schaden. Stellt euch einen Tümpel vor, den
eine Hochwasserflut auf einem Feld hinterlassen hat - trübes,
schmutziges Wasser, in dem ein paar Fische zappeln. Seht es so: ich
fange diese Fische und trage sie zu einem großen klaren Bach oder zu
einem See. Dort setze ich sie dann aus. Glaubt ihr nicht, dass ein
so geretteter Fisch eine Ahnung von Gott bekommt? So wäre es mit
euch. Vertraut euch mir an und ich führe euch aus eurem kleinen
Tümpel in den großen Ozean, von eurer Enge in die Weite des Lebens,
zur Freiheit, zu einer nie geahnten Erfüllung.
Fischer 1:
Und wenn mir der kleine Tümpel doch besser gefällt als der weite
See, könnte ich noch zurück?
Jesus: Wer
sich von Gott einfangen lässt, wer sich also in ihn verliebt, der
hängt ganz fest an der Angelschnur der Liebe, er WILL gar nicht mehr
los.
Fischer 2:
Hmm, hmm.... Klingt alles interessant, was du da sagst. Ich möchte
mehr davon hören und wissen, ich komme mit dir.
(steht auf, nimmt Hut ab und schaut Fischer 3 an) Wie ist's mit dir,
kommst du auch mit?
Fischer 3:
Das Leben, die Wahrheit, die Liebe, verlockende Dinge ... dafür
lohnt es sich, aufzubrechen und etwas Neues zu wagen. Ich komme mit!
(steht auf, nimmt Hut ab) Hallo, ihr beiden, kommt ihr auch mit?
Fischer 1:
Warum nicht? (steht auf, nimmt Hut ab)
Fischer 4:
(steht auf, nimmt Hut ab) Du hast uns gerade gefangen, Jesus, wir
sind dir wohl ins Netz gegangen.
Alle gehen ein paar
Schritte Richtung Ambo ...
Fischer 1:
Warum beginnst du eigentlich bei uns mit der Fischerei? Warum nicht
bei den Gebildeten, Theologen, Medienleuten...
Jesus: Das
Reich Gottes beginnt weniger im Kopf als vielmehr in den Herzen. Es
beginnt bei euch zu Hause, wo es Liebe gibt. In der Familie. Im
Freundeskreis. Das ist die geeignete Erde, in der die Frohbotschaft
gedeihen kann.
Fischer 2:
Eine Frage noch: Was wäre nun unsere Aufgabe?
Jesus: Du
tust das, was du gerade mit deinem Kollegen getan hast. Du
begeistert die Menschen für unseren Gott, der die Menschen sucht,
weil er sie liebt, und du trägst die frohe Botschaft weiter, lädst
andere ein zum Gottesdienst.
Jesus (zu
den Messbesuchern): Ihr seid nun Menschenfischer! Werft den Köder
der Liebe aus und fangt andere mit dem Netz des Glaubens und
Gottvertrauens. Erzählt die Botschaft von Gott und seiner Güte
weiter, sagt, was Jesus sagt, tut, was Jesus tut, seid, wie er ist.
Begeistert eure Mitmenschen mit seiner Botschaft, steckt sie an,
seid Berufene, die seinem Ruf folgen!
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