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AUF
NACH SANDLEITEN
von Mag. Josef Markl, 25.Juli 2011
Erwartungsvoll und mit Vorfreude blicke ich
meinem Dienstantritt in der Pfarre Sandleiten entgegen. Es war eher eine
Vernunftentscheidung, die ich vor etwa einem Jahr getroffen habe:
Ich möchte mich noch einmal verändern, möchte nochmals in einer Pfarre
tätig sein.
Nach über 20 Jahren Seelsorge im Umfeld Krankenhaus
(1989–1999 im AKH, 2000–2011 im Wilhelminenspital) und der dazwischen und
daneben ausgeübten priesterlichen Verantwortung für eine Stadtrandpfarre
(1997–2004 als Moderator in Maria Himmelfahrt in der Nordrandsiedlung, Wien 21)
lockt es mich noch einmal, Neues zu erkunden. Da ist mir die Pfarre Sandleiten ins Blickfeld
geraten, ich habe die Fühler ausgestreckt – und recht bald wurde es dann
ernst: Ich möge mein Bewerbungsschreiben in der Diözese abgeben ...
Mittlerweile ist es fix. Pfarrer Marcel Lootens,
den ich schon lange durch die Zusammenarbeit im Dekanat kenne, geht in
den Ruhestand – den hat er sich wahrlich verdient!! – und ich
werde ab 1. September im Pfarrhof einziehen und quasi in seine
Fußstapfen treten.
Was das im Konkreten heißt, kann ich mir noch nicht
wirklich vorstellen, ich lasse mich überraschen.
Die Vertreter der Pfarre, denen ich bisher begegnet
bin, haben einen recht positiven Eindruck hinterlassen und ich spüre, da
wartet eine engagierte und selbstbewusste Gemeinde auf neue Impulse
und einen "Inspirator". Da hoffe ich doch sehr auf den "Spiritus" von
oben – und auf Akzeptanz, Geduld und Nachsicht von Seiten meiner
künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn ich bin sicher kein
"Musterpfarrer", auch kein typischer "klerikaler" Geistlicher, wie man
ihn sich klischeehaft vorstellen mag und vielleicht erwartet. Ich
möchte in meinem Leitungsstil stark auf Zusammenarbeit setzen und habe
gerne ein Team um mich. Auch werde ich einige Zeit brauchen, um in die
Aufgabe hineinzuwachsen. Und da meldet sich auch eine gewisse
Befürchtung, ziemlich rasch in ein engmaschiges Terminkorsett zu
geraten – keine angenehme Vorstellung. Zudem schleicht sich etwas
Wehmut ein, wenn ich an den Abschied von meinem bisherigen
Seelsorgeteam denke und zugleich ein Abschied von der etwas
freieren Lebensweise eines Klinikseelsorgers, die mir bis jetzt
erfüllte und glückliche Priesterjahre beschert hat.
Zur Aufgabe eines Pfarrers gehören gewiss auch
Management und organisatorische Fähigkeiten. Für mich stehen aber die
seelsorglichen und spirituellen Aspekte des priesterlichen Lebens im
Vordergrund. Das Motto des hl. Benedikt "Ora et Labora"quot; hat auch für
unsere Zeit, in der so vieles im Umbruch ist, seine Gültigkeit. Und so
hege ich die Erwartung, dass eine Pfarrgemeinde nicht nur ein Ort
vielfältiger Tätigkeiten und sozialer Kontakte ist, sondern ein Ort, wo
regelmäßig auch gemeinsam gebetet und mit Freude Eucharistie gefeiert
wird. Alles Tun und alle Projekte sollten eigentlich aus dieser Quelle
heraufließen und dorthin auch gebündelt wieder zurückströmen. Sie
sollten einmünden in den Lobpreis Gottes und die Feier der großen
Danksagung.
Mein Traum: Eine Kirche, in der gemeinsam gebetet,
gefeiert, gelacht und geweint wird, in der es vielfältige Projekte und
soziale Engagements gibt, und vor der auch die Jugendlichen nicht
davonrennen! Vielleicht gibt es das schon in Sandleiten? Denn warum
sollte so etwas nur in Taizé oder Asssisi möglich sein?
Als Fazit ein Wort von Dag Hammarskjöld: "Für das
Vergangene Dank, für das Kommende: Ja!" Ich freue mich auf die Zeit, die
vor uns liegt und setze meine Hoffnung auf alle, die den Weg des
Glaubens in dieser Pfarre mitgehen, mittragen und mitgestalten wollen.
Unser gemeinsamer Hirte ist Christus, wir sind das
Volk, "von seiner Hand geführt". Mit seiner Hilfe hoffe ich, als einigermaßen
wachsamer "Hirtenhund" segensreich für diese seine Gemeinde in
Sandleiten wirken zu können …
Ich grüße Sie alle herzlich und lade Sie ein,
diesen Weg mit mir und miteinander zu gehen …
Ihr zukünftiger Pfarrer Josef Markl
Festmesse zur Amtseinführung

2.Okt.2011: In einer Festmesse übergab der neue Generalvikar Dr.
Nikolaus Krasa als Vertreter der
Erzdiözese Wien die Amtsgeschäfte der Pfarre an Mag.Josef Markl.
Klicken Sie auf das Bild um alle Fotos der Amtseinführungsmesse am
2.Oktober 2011 zu betrachten.
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Mag. Josef Markl, unser neuer Pfarrer

Josef Markl ist ein begeisterter Bergsteiger.
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Lebenslauf
Es begann vor über 57 Jahren in Tulln, dort habe ich erstmals Erdenluft
geschnuppert. Aufgewachsen auf dem Bauernhof meiner Eltern mit 3
Geschwistern in Neustift im Felde. Meine Heimatpfarre ist Kirchberg am Wagram.
Acht Jahre Gymnasium und Internatsleben in
Hollabrunn (dort Matura 1972) haben in mir Freiheitsdrang und Abneigung
gegen Drill und Zwang groß werden lassen.
Eintritt ins Wiener Priesterseminar, Begeisterung
und Krisen, 1979 Priesterweihe in Wien.
Kaplanszeit in Perchtoldsdorf und Wien 22. (St.
Christoph am Rennbahnweg), vor allem Jugendpastoral und
Religionsunterricht.
Dann 4 Jahre Klosterleben im steirischen
Benediktinerstift St. Lambrecht. Auch dort nicht wirklich zur
Ershy;leuchtung gelangt. Darum Rückkehr in die Erzdiözese Wien. Seither in
der Krankenhausseelsorge tätig, habe ich darin eine erfüllende und
psychologisch anspruchsvolle Aufgabe und Herausforderung gefunden.
Zum Ausgleich betreibe ich einige Hobbies, zumeist
sportlicher Art, wie Bergsteigen, Klettern, Skitouren, Laufen und
Skaten; aber auch Botanik und Literatur zählen zu meinen
Interessensgebieten.
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4.Sept.2011: Bei seiner ersten Messe in Sandleiten stellt sich
Josef Markl der Gemeinde vor.

4.Sept.2011: Zur ersten Messe nach den Sommerferien kamen viele
Leute, um den neuen Pfarrer in Aktion zu sehen.

4.Sept.2011: Beim anschließenden Pfarrkaffee gratuliert Josef
Markl dem stellvertretenden PGR Vorsitzenden Thomas Rambauske zu seinem
50.Geburtstag.
Sprechstunde
Jeden Donnerstag 9:00 - 10:00 und nach Vereinbarung, in der Pfarrkanzlei.
Kontakt
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Nach 34 Jahren in Sandleiten trat Altpfarrer Marcel Lootens in den
wohlverdienten Ruhestand. Er zog in das
Carolusheim in
der Gentzgasse im 18. Bezirk um, das vom Orden der Barmherzigen
Schwestern vom heiligen Karl Borromäus geführt wird.
Wichtige Veränderungen in 34 Jahren
Marcel Lootens hat in seinen 34 Jahren als Pfarrer in Sandleiten
viel bewirkt und mit seiner liberalen und ruhigen Art das Pfarrleben
geprägt. Durch ihn gab es wichtige Veränderungen und neue Aktivitäten
wie die Fußwallfahrt nach Mariazell, den Flohmarkt, aktive
Flüchtlingshilfe, Familienrunden und Kaffeehaus am Sonntag.
Und
natürlich haben vor allem seine Qualitäten als Seelsorger und
Priester die Gemeinde und das Pfarrleben geprägt. Seine Messen und
Predigten lockten viele Leute in die Messen, vor allem zu den Hochfesten
Weihnachten und Ostern.
Lebenslauf
Am
24.November 1933 erblickte Marcel Lootens in Nevele, Belgien, das
Licht der Welt. 1957 kam er nach Österreich, um in Innsbruck das
Theologiestudium abzuschließen. Von 1958 bis 1964 war Marcel Lootens
Kaplan und Pfarrer in Geras. 1964 kam er als Kaplan in die Wiener
Karlskirche, wo er 1966 zum Pfarrer und zum
jüngsten Dechant bestellt wurde. 1976 verließ er die
Karlskirche und betreute als Seelsorger im Unfallkrankenhaus Meidling
ein Jahr lang Unfallopfer. 1977 ließ Marcel Lootens sich schließlich in
Sandleiten nieder.
Am 1.September 1977 wurde Marcel Lootens Pfarrer in Sandleiten. Er
löste damals Pfarrer Karl Maurer ab, der es auf stolze 30 Jahre in
Sandleiten gebracht hatte.
Im April 2002 wurde unser Pfarrer Konsistorialrat. Dieser Ehrentitel
wird vom Bischof verliehen und macht den Inhaber zum Mitglied im
Beratergremium des Bischofs.
Im November 2009 feierte Marcel seinern 75.Geburtstag und
gleichzeitig sein "goldenes" Priesterjubiläum. Von den 50
Priesterjahren verbrachte er immerhin über 30 in unserer Pfarre.
Pfarrer Marcel Lootens war lange Jahre Vorsitzender im
Lainzer Kreis, einer Gruppe
von engagierten katholischen Priestern und Laien, die sich im Kardinal
König Haus, dem Bildungszentrum der Jesuiten, in Lainz regelmäßig
trafen.
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Alt-Pfarrer Marcel Lootens
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Pfarrer Marcel Lootens, geboren am 24.11.1933 in Nevele, Belgien.
“Ich lebe seit 1957 in Österreich, habe in Innsbruck mein
Theologiestudium abgeschlossen, war Kaplan und Pfarrer in Geras (1958 -
1964), anschließend Kaplan und Pfarrer an der Wiener Karlskirche (1964 -
1976) und bin seit 1977 Pfarrer in Sandleiten.
Kirche ist für mich in erster Linie gelebte
Gemeinschaft, denn...
...wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind,
bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18,20)
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Abschiedsworte unseres Pfarrers und Dankesworte und Wünsche der
Gemeinde lesen Sie in der Sommerausgabe des Pfarrblatts 2/2011:
Abschiedsmesse für Marcel Lootens

24.Sept.2011: Zusammen mit dem neuen Pfarrer Josef Markl und drei
Priesterkollegen und Wegbegleitern, Dechant Gutenbrunner (rechts), Pater Zach
(links) und
Pfarrer Henk Landtmann (zweiter von links), zelebrierte Marcel Lootens
seine letzte offizielle Messe in Sandleiten.
Klicken Sie auf das Bild um alle Fotos der Abschiedsmesse am
24.September 2011 zu betrachten.
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1977: Amtseinführung von Pfarrer Marcel Lootens durch
Bischofsvikar Zeininger.

1980: Gottfried Suchy war für Marcel eine wichtige Stütze und
Wegbegleiter, hier bei der Hochzeit seiner Tochter Maria.

1980: Tauffeier mit Elisabeth Lackermayer als Taufpatin.

1980: Wallfahrt nach Mariazell mit unserem Pfarrer (Mitte hinten
mit weißem Pulli).

1994: Messfeier zu Ostern.

1996: Marcel in privater Runde bei einer
Geburtstagsfeier. Von links nach rechts Herbert Horvath, Marcel Lootens,
Adelheid Suchy, Gottfried Suchy, Franz Kropatschek.

2002: Josef überreicht dem Pfarrer eine Torte zum 25. Jahrestag
Pfarrer in Sandleiten. Neben Marcel Lootens von links nach rechts; Elisabeth
Lackermayer, Kurt Rambauske, Helga Dietrich, Fritz Dietrich, Olga Kunz,
Albert Mattes, Susi Konvicka.

2002: Messfeier zum 25-Jahres Jubiläum.

2003: Marcel's 70.Geburtstag.

2003: Zu seinem 70.Geburtstag kamen alle seine Geschwister aus
Belgien.
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2004: Familienrunde mit Pfarrer Marcel bei Fam.Lackermayer.

2004: Firmung mit Biscchofsvikar Rudolf Schütz.

2005: Beim Pfarrfest 2005.

2007: Am Altar umringt von Kindern bei der Erstkommunion.

2008: 50-Jahre Priesterjubiläum. Gemeinsame Messe mit
Priesterkollegen aus früheren Zeiten.

2008: Sein langjähriger Freund Henk Landmann gratuliert zum
"goldenen" Prieserjubiläum.

2008: Auch beim Flohmarkt war Pfarrer Marcel immer zu sehen.

2011: Bei der Jahres Abschlussmesse bedankt sich Marcel bei allen
Mitarbeitern.

2011: Beim Mitarbeiterfestes wünscht die Gemeinde ihrem
langjährigen Pfarrer alles Gute.

2011: Otto Ruhm, auch ein treuer Wegbegleiter, gibt Marcel seine
Wünsche mit auf den Weg.
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